Glossar: A

  • Abrollsicherung

    Abrollsicherung

    Eine Abrollsicherung sichert die Last vor Herunterrollen und schützt somit umstehende Personen sowie die Last vor möglichen Beschädigungen.
    Abrollsicherungen beim Hubtisch können sowohl manuell als auch automatisch ausfahren. Manuelle Abrollsicherungen werden oftmals steckbar ausgeführt, z. B. als einfaches Geländer. Das Ausfahren der automatischen Abrollsicherungen erfolgt zumeist über einen Hebelmechanismus oder einen Hydraulikzylinder. Diese gewährleisten, dass die Sicherung immer ausfährt, wenn die Plattform des Scherenhubtisches angehoben wird.
    Als einfache und effektive Sicherung haben sich Vierkantrohre bewährt, welche beim Anheben der Plattform herausfahren.

  • Abschaltleiste

    Abschaltleiste

    Abschaltleisten findet man beispielsweise an Hubtischen mit Ausschubplattformen. Werden die Ausschübe mit Hilfe eines Antriebs ausgefahren, sind an deren Spitzen Sensorschaltleisten angebracht, welche auf eine Berührung reagieren. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Ausschübe des Hubtisches keine Quetschgefahr darstellen.

  • Abstreifer

    Abstreifer

    Abstreifer werden zumeist direkt in die Dichtungssysteme eines Hydraulikzylinders verbaut. Ihre Abstreifkante liegt direkt an der Kolbenstange an und soll das Eindringen von Schmutz, Fremdpartikel, Spänen und Feuchtigkeit verhindern.
    Somit schützen Abstreifer das Hydrauliköl vor einer unzulässig hohen Verschmutzung, welche die anderen Bauteile (Pumpe, Ventile, ...) des Kreislaufs beschädigen könnten.

  • Aggregat

    Aggregat

    Wortherkunft: vom lat. aggregare = beigesellen

    Im technischen Bereich wird ein Verbund mehrerer gekoppelter Einzelmaschinen oder -apparate als Aggregat bezeichnet.
    Bei einem hydraulischen Scherenhubtisch bezeichnet das Aggregat die Antriebseinheit der Hebebühne. Das Antriebsaggregat setzt sich aus folgenden Einzelteilen zusammen: Elektromotor, Kupplung, Hydraulikpumpe, Tank und Ventilblock. Fasst man den Begriff des Aggregats sehr weit auf, können auch die elektrische Steuerung, die Hydraulikzylinder und die Leitungen noch als Bestandteile aufgeführt werden.

  • Agilität

    Agilität

    Wortherkunft: lat. agilis = leicht zu führen, beweglich

    Im allgemeinen Sprachgebrauch können die Worte Flinkheit oder Gewandtheit als Synonym verwandt werden.
    Im technischen Bereich beschreibt die Agilität vor allem die Beweglichkeit einer Maschine. Wird dieses Wort gewählt, möchte man nicht nur die möglichen verschiedenen Bewegungsrichtungen, also die Wendigkeit einer Maschine betonen, sondern insbesondere ihre Reaktionszeit. Eine agile Maschine ist demnach in der Lage eingehende Befehle mit geringem Zeitverlust umzusetzen.

  • Anfahrsituation

    Anfahrsituation

    Im technischen Bereich versteht man unter dem Begriff Anfahren das Inbetriebnehmen aller erforderlichen Systeme und Komponenten, um eine Gesamtanlage vom Stillstand in den Betriebszustand zu bringen.

    Wenn wir von der Anfahrsituation sprechen, meinen wir jede Situation, in der der Hubtisch vom Stillstand in den Bewegungszustand versetzt wird. In diesen Situationen gibt es einige technische Besonderheiten, welche bei der Auslegung und Einstellung der Komponenten berücksichtigt werden müssen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Absicherung des Elektromotors. Diese muss so träge sein, dass der Anlaufstrom nicht zur Auslösung der Sicherung führt.

  • Anlagenhebebühne

    Anlagenhebebühnen

    In der Hubtischbranche hat sich der Begriff Anlagehebebühne als Synonym für Hubtische mit hoher Nutzlast und häufigen Hubzyklen durchgesetzt.
    Zurückzuführen ist dies auf die hohen Anforderungen innerhalb einer Fertigungs-'Anlage'. Ist der Hubtisch Bestandteil einer automatisierten Produktionsstraße müssen oftmals kurze Taktzeiten umgesetzt werden, um die Ausbringungsmenge zu erhöhen. Diesen hohen Anforderungen wird mit entsprechenden Ausstattungsmerkmalen begegnet (z. B. mit abschmierbaren Lagern, robustere Mechanik, usw.).

  • Anlagenhubtisch

    Anlagenhubtisch

    Synonym für Anlagenhebebühne.

  • Anlaufstrom

    Anlaufstrom

    Wenn ein Elektromotor gestartet wird, muss zunächst der Rotor vom Stillstand in die Drehbewegung beschleunigt werden. Hierfür ist ein höheres Drehmoment notwendig als während des Normalbetriebs.
    Da das Drehmoment eines Elektromotors abhängig vom aufgenommen Strom ist, kann während des Startvorgangs eine relative hohe Stromstärke gemessen werden. Diese Stromstärke wird als Anlaufstrom bezeichnet. Der Anlaufstrom kann ein Vielfaches des späteren Arbeitsstroms betragen. Diese hohe Stromstärke muss bei der Auslegung der elektrischen Komponenten berücksichtigt werden.

  • Auffahrkeil

    Auffahrkeil

    Bei Hubtischen oder Säulenhebern werden Auffahrkeile verwendet, um einen Höhenunterschied zwischen der Plattform und dem umliegenden Boden auszugleichen. Hierdurch kann der Hubtisch bzw. der Säulenheber auch dann mit einem Handhubwagen beladen werden, wenn keine Grube oder spezielle Plattformgeometrie eingesetzt werden sollen.

  • Aufgabestation

    Aufgabestation

    Mit Hilfe von Aufgabestationen werden Güter in eine Produktionskette eingeschleust. Übliche Beispiele für eine Aufgabestation sind beispielsweise Silos, welche Schüttgut aufnehmen und in kleineren Mengen an den nachfolgenden Produktionsprozess abgeben.
    Im Bereich der Hubtische findet man den Begriff Aufgabestation vor allem im Zusammenhang mit Palettenhebern. Hier werden mit Rollenbahnen ausgestattete Hubtische eingesetzt, um auf Paletten befindliche Gütern in die Produktion einzubringen.

  • Aufputzbedienung

    Aufputzbedienung

    Je nachdem, ob die Bedienung unter dem Putz oder auf demselbigen verlegt wird, bezeichnet man sie als Aufputz- oder Unterputzbedienung. Die Montage von Unterputzbedienungen ist aufwendiger, allerdings hinterlässt sie üblicherweise auch einen höherwertigeren Eindruck. Befindet sich die Bedienung außerhalb des Sichtfelds, bzw. in Handels- und Industriebetrieben werden im Normalfall günstigere Aufputzbedienungen eingesetzt.

  • Aufsetzbolzen

    Aufsetzbolzen

    Bei Scherenhubtischen werden zumeist Aufsetzbolzen aus einfachem Rundstahl eingesetzt. Auf diesen legt sich die Plattform in der abgesenkten Stellung ab. Hierdurch wird die Schere in der für sie ungünstigsten Position entlastet.
    Bei einigen Hubtischherstellern werden auf die Aufsetzbolzen Gummiadapter gestülpt, um die Geräuschemmission beim Aufsetzen zu reduzieren.

  • Aufzugsverordnung

    Aufzugsverordnung

    Die Aufzugsverordnung setzt die europäische Aufzugsrichtlinie (95/16/EG) in deutsches Recht um.

    Die Verordnung gilt für das Inverkehrbringen von neuen
    - Aufzügen, die Gebäude und Bauten dauerhaft bedienen, 
    - Sicherheitsbauteilen, die in Aufzügen im Sinne der Nummer 1 verwendet werden, und
    - Bauteilen, die in Aufzüge im Sinne der Nummer 1 eingebaut werden.

    Genauere Informationen können Sie direkt der Aufzugsverordnung entnehmen.
    Link zur Aufzugsordnung

  • Ausbringungsmenge

    Ausbringungsmenge

    Mit dem Begriff der Ausbringungsmenge kann sowohl die tatsächliche Produktionsmenge einer Maschine, maschinellen Anlage oder eines Industriebetriebs bezeichnet werden, wie auch die maximalmögliche Produktionsmenge.

  • Ausfedern

    Ausfedern

    Werden hydraulische Hubtische im angehobenen Zustand be- oder entladen, kann eine minimale Bewegung der Plattform festgestellt werden. Dies ist auf die Komprimierung des Hydrauliköls zurückzuführen.
    Wird der Hubtisch im angehobenen Zustand entladen, verringert sich der Druck innerhalb der Zylinder. Hierdurch wird das Hydrauliköl weniger stark komprimiert und die Plattform hebt sich minimal. Dieser Vorgang wird als Ausfedern bezeichnet.
    Die Länge des Federwegs ist von verschiedenen Faktoren abhängig (Hebelarme, Eigengewicht des Hubtischs, Gewicht der Last). Das Ein- und Ausfedern der Plattform kann bei Bedarf durch entsprechende Zusatzausstattungen verhindert werden.

  • Ausschuss

    Ausschuss

    Fehlproduktionen von Prozessen werden als Ausschuss bezeichnet.
    Je nach Ausprägung des Fehlers werden die entsprechenden Bauteile entsorgt, nachgearbeitet oder für andere Verwendungszwecke eingesetzt.

  • Axialkräfte

    Axialkräfte

    Als Axialkräfte werden Kräfte bezeichnet, welche in Richtung einer Achse wirken.
    Bei der Auslegung von Bauteilen passt man das Koordinatensystem üblicherweise an die geometrische Form des Bauteils an. Kräfte, welche nicht in Richtung der x-, y- oder z-Achse wirken, können mit Hilfe der trigonometrischen Funktionen in Axialkräfte zerlegt werden.