Glossar: E

  • Einfedern

    Einfedern

    Das Phänomen des Ein- und Ausfedern tritt bei einem Hubtisch oder Säulenheber auf, wenn Lasten in einer angehobenen Stellung aufgebracht bzw. entfernt werden.
    Zurückzuführen ist das Nachfedern des Scherenhubtisches bzw. des Säulenhebers auf die Druckdifferenz innerhalb des Hydraulikkreislaufs vor und nach dem Be- bzw. Entladen. Nehmen wir an, dass eine Scherenhebebühne oder ein Säulenheber leer hochgefahren wird und über einen Betriebsdruck von vierzig Bar verfügt. Wird nun in angehobener Stellung eine Last aufgebracht, erhöht sich der Betriebsdruck innerhalb des Hydraulikkreislaufs. Das Hydrauliköl wird stärker komprimiert und die Plattform federt leicht ein.
    Beim Entfernen der Last tritt der gegenteilige Effekt auf, d. h. dass der Betriebsdruck reduziert wird, das Hydrauliköl sich wieder leicht ausdehnt und die Zylinder geringfügig ausfahren.

    In den meisten Fällen ist das Ein- und Ausfedern der Hubtische oder Säulenheber nicht kritisch und muss daher nicht unterbunden werden. Muss allerdings eine hohe Haltegenauigkeit eingehalten werden, können verschiedene Maßnahmen getroffen werden, um das Ein- und Ausfedern vollständig zu verhindern. Als Beispiele können hier das Ablegen auf Wartungsstützen, Riegelbolzen oder Nachholsteuerungen genannt werden.

  • Einschaltdauer

    Einschaltdauer

    Die Einschaltdauer findet man bei technischen Bauteilen, die nicht durchgängig betrieben werden dürfen. Ursache hierfür kann unter anderem die fehlende Möglichkeit zur Abführung der auftretenden Verlustwärme sein.

    Die maximale Einschaltdauer kann auf drei Arten angegeben werden:
    1. Kürzel für eine Betriebsart (z.B.: S1 für Dauerbetrieb)
    2. Prozentangabe
    3. Prozentangabe und Zeitintervall

    Wird nur ein Prozentwert angegeben, bezieht sich dieser auf eine Zeitspanne von 10 Minuten. Bei einer Einschaltdauer von 10 Prozent, darf das Bauteil dementsprechend nur eine Minute am Stück betrieben werden und muss anschließend neun Minuten ruhen.
    Im dritten Fall bezieht sich der Prozentsatz immer auf den angegebenen Zeitwert.

  • Elektrohydraulik

    Elektrohydraulik

    Der Oberbegriff Elektrohydraulik bezeichnet Baugruppen, welche sowohl aus elektrischen als auch hydraulischen Komponenten zusammengesetzt sind.

    Diese Kombination findet man bei nahezu allen Arten von hydraulisch betriebenen Maschinen und Anlagen. Bei einem hydraulischen Hubtisch, Säulenheber oder Güteraufzug wird beispielsweise die Hydraulikpumpe im Normalfall über einen Elektromotor angetrieben. Wesentlich häufiger findet man die Kombination von Hydraulik und Elektrobauteilen allerdings bei den Hydraulikventilen. Ein Großteil der Schieber- und Sitzventile werden mit Hilfe einer elektrischen Spule geschaltet.
    Hierdurch ist man in der Lage, die Vorteile der Elektrik und der Hydraulik auf leichte Weise zu verbinden. So zeichnen sich elektrische Bauteile beispielsweise durch die problemlose Steuerung aus, während hydraulische Komponenten über eine sehr große Leistungsdichte verfügen.

  • Emission

    Emission

    Mit dem Begriff Emission wird im Allgemeinen der Austrag bzw. Ausstoß von Störfaktoren in die Umwelt gemeint.
    In der Regel wird die Art der Störung durch eine entsprechende Erweiterung näher definiert, wie z. B. bei der Lärm- bzw. Geräuschemission.

  • Endschalter

    Endschalter

    Mit Hilfe dieses Sensors erkennt die Steuerung, dass ein beweglicher Teil der Maschine seine Endlage erreicht hat.

    Bei Scherenhubtischen werden zumeist mechanische Rollenendschalter als Hub- und Senkendschalter verbaut. Diese werden durch die Plattform bzw. Schere des Hubtisches geschaltet und zeigen an, dass die Hubplattform die obere bzw. untere Endlage erreicht hat. Daraufhin wird entweder das Senkventil geschlossen oder das Aggregat abgeschaltet. Bei Hubtischen mit Totmannschaltung kann in der Regel auf Endschalter verzichtet werden.