Glossar: M

  • Modular Sourcing

    Modular Sourcing

    Das Modular Sourcing gehört zu einer der am weitverbreitetsten Beschaffungsstrategien in der arbeitsteiligen Fertigung. Anstelle von Einzelteilen werden hierbei fertige Baugruppen eingekauft, welche ohne Änderungen in das eigene Endprodukt integriert werden können.

    Um sich stärker auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren zu können, wird ein großer Teil der Wertschöpfung außerhalb des eigenen Betriebes erwirtschaftet. Aus diesem Grund trifft man hier auch am häufigsten auf die modulare Beschaffung. Beispielsweise werden bei den meisten Automobilherstellern die Autositze als fertiges Modul angeliefert und im Rahmen der eigenen Fertigung nur noch montiert.

    In der Hubtischbranche hat sich die modulare Beschaffung (noch) nicht durchgesetzt. Die meisten Hersteller verfügen über eine sehr tiefe Wertschöpfungskette, d. h. die Hubtischhersteller führen alle Schritte vom Stahlbau bis hin zur Montage des Hubtisches vor Ort selber durch. Eine Ausnahme bilden oftmals nur die Hydraulikaggregate, welche als von vielen Herstellern als fertige Baugruppe bezogen und verbaut werden. Selbstverständlich gibt es auch einige wenige Hubtischhersteller, welche ihren Stahlbau bzw. den Steuerungsbau anderweitig vergeben haben.

  • Motorschutz

    Motorschutz

    Der Motorschutz dient dem Schutz eines Elektromotors vor einer mechanischen und/oder thermischen Überbeanspruchung.

    Der Schutz eines Dreiphasen-Elektromotors wird üblicherweise durch einen Motorschutzschalter bzw. mit Hilfe eines Überlastrelais realisiert. Während der Motorschutzschalter die Spannungszufuhr des Motors direkt unterbricht, wird mit Hilfe des Relais zumeist ein Schütz angesteuert, welches die Trennung der Spannungszufuhr übernimmt. Bei beiden Bauformen werden die Ströme in der Zuleitung thermisch-mechanisch, thermisch-elektronisch oder rein elektronisch durch eine Strommessung überwacht.

    Die Spannungszufuhr des Motors wird im Fall einer drohenden Überhitzung der Wicklungen getrennt. Die Auslösegeschwindigkeit ist hierbei von der Stromstärke in den Zuleitungen abhängig, d. h. bei einer höheren Stromstärke löst der Schutzschalter schneller aus. Bei der Auslegung der Schutzeinrichtung ist daher auf eine entsprechende Reaktionsgeschwindigkeit zu achten. Der Überlastschutz muss auslösen bevor die Isolierung der Wicklungen einen Schaden nehmen kann.

  • Motorschütz

    Motorschütz

    Das Motorschütz ist nichts anderes als ein Schalter, welcher die Spannungsversorgung eines Elektromotors trennt bzw. aufbaut.
    Genau wie Relais dienen Schütze der Trennung von Steuerungs- und Leistungsstromkreis. Innerhalb der Schütze sind hierfür kleine Spulen verbaut. Diese Betätigungsspulen können durch den Steuerstromkreis unter Spannung gesetzt werden. Das durch den Strom aufgebaute Magnetfeld schaltet die Kontakte des Bauteils.