Glossar: R

  • RAL-Farbtöne

    RAL-Farbtöne

    Hierbei handelt es sich um eine normierte Farbtabelle der RAL GmbH. Jedem einzelnen Farbton wird dabei eine vierstellige Ziffer zugeordnet. Im Bereich der Lackierungen hat sich die Verwendung dieses Systems durchgesetzt, da hierdurch die Abstimmung zwischen Kunde und Lieferant wesentlich vereinfacht wird.
    Insgesamt zählen zum System RAL Classic derzeit 213 Farbtöne.

  • Relais

    Relais

    Ein Relais kann auch als elektrisch betätigter Schalter bezeichnet werden. Relais werden zumeist aus zwei Gründen eingesetzt:

    1. Wenn eine galvanische Trennung von zwei Stromkreisen erforderlich ist, wie beispielsweise bei der Übergabe eines potentialfreien Kontakts.
    2. Zur Trennung des Steuerstromkreises vom Leistungsstromkreis.

    Um einen Schaltvorgang auszulösen, setzt der Steuerstromkreis die Betätigungsspule des Relais unter Spannung. Die stromdurchflossene Spule baut nun ein magnetisches Feld auf, welches die Kontakte des Relais schaltet. Ein Spannungsabfall an der Spule führt zu einer Rückkehr der Schaltkontakte in ihre Ausgangsstellung.

  • Riemenhubtische

    Riemenhubtische

    Bei einem Riemenhubtisch wird die Hub- und Senkbewegung der Plattform mit Hilfe von Riemen hervorgerufen. Heutzutage setzt man hierbei zumeist auf Flachriemen. Diese sind an einem Ende mit einem Getriebemotor verbunden und auf der anderen Seite mit der Hubschere bzw. einem Hubschlitten. Durch das 'Aufwickeln' und 'Abrollen' des Riemens auf einer Welle wird die Länge des Riemens verkürzt bzw. verlängert und somit die Plattform auf- bzw. abwärts bewegt.

    Ein großer Vorteil der Riemenhubtische ist die stoß- und schwingungsgedämpfte Kraftübertragung im Vergleich zu anderen Hubtischarten. Allerdings sind die eingesetzten Riemen in der Regel sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Höhere Temperaturen oder chemische Stoffe können eine Beschädigung des Antriebstrangs hervorrufen.

    Einen umfangreichen Vergleich der verschiedenen Hubtischbauformen finden Sie in unserer Artikelreihe Hubtischarten und ihre Vor- und Nachteile.

  • Rohrbruchsicherung

    Rohrbruchsicherung

    Rohrbruchsicherungen sollen verhindern, dass die Plattform von einem Hubtisch im Falle eines Schlauch- oder Rohrbruches abstürzt.

    Rohrbruchsicherungen lösen beim Überschreiten einer bestimmten Druckdifferenz zwischen Zylinder und Anschlussleitung aus. Im Falle eines Schlauchbruches ist die Sicherung auf der einen Seite dem Betriebsdruck in den Zylindern ausgesetzt, während auf der anderen Seite nur noch der atmosphärische Umgebungsdruck wirkt. Ist die Druckdifferenz und damit auch der Volumenstrom zwischen den beiden Seiten der Sicherung hoch genug, verschließt ein Ventilplättchen die Austrittsöffnungen und verhindert ein weiteres Einfahren der Hydraulikzylinder.
    Aufgrund dieses Funktionsprinzips dürfen die Rohrbruchsicherungen nicht zu knapp an dem tatsächlich vorhandenen Betriebsvolumenstrom eingestellt werden. Ansonsten würde die Sicherung beim Öffnen des Senkventils auslösen und ein Absenken der Plattform verhindern. In der Regel wird die Rohrbruchsicherung auf ca. 150 % des maximalen normalen Volumenstroms eingestellt.
    Weiterhin greift die sichernde Wirkung der Rohrbruchsicherungen nicht bei einer kleineren Leckage in der Druckleitung. Eine Leckage ruft nur eine geringe Druckdifferenz zwischen Zuleitung und Zylinder auf, so dass der Ansprechdruck der Rohrbruchsicherungen nicht erreicht wird.

    Werden besondere Anforderungen an die Sicherheit eines Scherenhubtisches gestellt, ist der Einsatz von elektrisch oder hydraulisch entsperrbaren Ventilen empfohlen. In der Grundstellung verhindern diese das Einfahren der Hydraulikzylinder. Erst beim Anliegen einer elektrischen Spannung bzw. wenn die Steuerleitung der Ventile mit Druck beaufschlagt werden, ist ein Absenken der Hubplattform möglich. Dies garantiert einen maximalen Schutz auch vor Leckagen.

  • Rotor (Elektromotor)

    Rotor (Elektromotor)

    Als Rotor bzw. Läufer wird der sich drehende Teil eines Elektromotors bezeichnet. Die feststehende Wicklung wird als Stator oder Ständer bezeichnet.