Ortsveränderlicher Scherenhubtisch

Scherenhubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen.
Scherenhubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen.

Möchten Sie Ihren Hubtisch gelegentlich versetzen, stellt ein aufgeständerter Unterrahmen eventuell eine interessante Alternative zu einem fahrbaren Hubtisch auf Rollen oder Rädern dar. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die vier Varianten eines ortsveränderlichen Scherenhubtisches vorstellen.

Welche Varianten gibt es?

Es gibt vier Ausführungen, die einen Ortswechsel des Hubtisches ermöglichen:

  1. unser Standardhubtisch,
  2. ein Hubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen,
  3. ein Hubtisch mit Rädern oder 
  4. ein Hubtisch mit Schienenfahrwerk.

Für welche der Varianten man sich entscheidet, hängt hauptsächlich von der Frage ab, wie häufig der Scherenhubtisch versetzt werden soll. Nachfolgend gehen wir näher auf die verschiedenen Vor- und Nachteile der Bauarten ein, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

Hubtisch in Standardausführung

Bereits unser Standardhubtisch kann versetzt werden. Jeder Hubtisch wird mit mindestens vier Augenschrauben ausgeliefert, die durch entsprechende Gewinde im Unterrahmen befestigt werden können und anschließend als Lastanschlagpunkt für einen Kran oder einen Transport mit einem Gabelstapler dienen.

Allerdings ist der Aufwand für einen Ortswechsel im Vergleich zu den anderen drei Möglichkeiten verhältnismäßig groß. So müssen die Gewindestangen in den Unterrahmen eingeschraubt werden und es muss ein Stapler oder ein Kran mit dem entsprechenden Anschlagmittel vorhanden sein. Aus diesem Grund eignet sich diese Variante nur, wenn die Scherenhebebühne äußerst selten versetzt werden muss. Ein großer Vorteil ist allerdings, dass sich die Bauhöhe des Hubtisches nicht durch einen etwaigen Unterstand vergrößert.


Externes Unterölaggregat mit Rückenschild
Hubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen
Scherenhubtisch komplett ausgefahren
Scherenhubtisch mit externem Aggregat

Hubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen

Ein Hubtisch mit aufgeständertem Unterrahmen bietet sich immer dann an, wenn die Hebebühne häufiger versetzt werden soll, aber immer noch eine preiswerte Lösung gewünscht ist. Vereinfacht gesagt wird der Unterrahmen bei dieser Variante einfach auf Füße gestellt. Hierdurch kann der gesamte Hubtisch durch einen Stapler oder einen Handhubwagen unterfahren, angehoben und anschließend umgestellt werden.

Im Vergleich zum Standardhubtisch wird beim Ortswechsel einige Zeit eingespart. Da allerdings immer noch ein Gabelstapler oder ein Handhubwagen notwendig ist, ist diese Variante keine optimale Lösung, wenn der Hubtisch täglich versetzt werden muss.

Hubtisch mit Rollenfahrwerk

Muss der Hubtisch prozessbedingt verschoben werden, sollte die Hebebühne mit einem Fahrwerk ausgestattet werden. Bei einem Rollenfahrwerk werden Lenk- und Bockrollen unter dem Unterrahmen montiert. Im Unterschied zu einem aufgeständerten Unterrahmen ist dies allerdings mit höheren Kosten verbunden: Neben den verhältnismäßig teuren Rädern müssen auch entsprechende Flanschplatten am Unterrahmen angebracht werden.

Im Vergleich zu einem aufgeständerten Unterrahmen ist man mit einem Fahrwerk allerdings auch wesentlich flexibler. So wird kein weiteres Hilfsmittel benötigt und das Verschieben des Hubtisches kann sehr schnell erfolgen.

Hubtisch mit Schienenfahrwerk

Für Hubtische mit Schienenfahrwerk gilt im Grunde das Gleiche wie für Hebebühnen mit Rollenfahrwerk. Auch sie ermöglichen einen schnellen Ortswechsel des Hubtisches, sind aber im Vergleich zu den letzten beiden Lösungen verhältnismäßig teuer.

Zudem stechen folgende Aspekte sofort ins Auge:
Ein freies Verfahren ist bei Schienenfahrwerken nicht möglich, da sich der Hubtisch nur auf den eingebrachten Schienen und nicht abseits derselbigen bewegen lässt. Diese Eigenschaft kann je nach Anwendungsgebiet natürlich auch ein großer Vorteil sein, da die Lage des Scherenhubtisches sehr einfach geregelt werden kann.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist der geringe Rollwiderstand gegenüber den normalen Rädern aus Polyamid oder Polyurethan. Da bei einem Schienenfahrwerk in der Regel Metallräder auf Metallschienen laufen, ist der Reibungswiderstand der beiden Gleitpartner sehr gering. Somit können mittels Schienenfahrwerk größere Lasten von Hand verschoben werden, als bei handelsüblichen Lenk- und Bockrollen.

Einsatzgebiet des abgebildeten Hubtisches

Der hier dargestellte Hubtisch wird innerhalb der Endmontage eines Batterieherstellers eingesetzt. Es ist nicht geplant diesen Hubtisch häufig zu versetzen, allerdings wollte man bei der Änderung des Materialflusses trotzdem flexibel bleiben. Aus diesem Grund entschied man sich für einen aufgeständerten Unterrahmen, durch den der Hubtisch problemlos mit Hilfe eines Gabelstaplers versetzt werden kann.