Schneller Produktionsstart

Scherenhubtisch für 2.000 kg
Scherenhubtisch für 2.000 kg

Der abgebildete Hubtisch gehört zu einer Kleinserie von insgesamt acht Hubtischen für den Bau von Geldautomaten. Im letzten Artikel habe ich mich dabei auf das Thema Sicherheit konzentriert. Jetzt möchte ich Ihnen zeigen, wie wir für eine schnelle Aufnahme von Produktionslinien sorgen können.

Gleichbleibendes Sicherheitsniveau

Genau wie die anderen Hubtische verfügt auch dieser Scherenhubtisch über folgende Sicherheitsvorkehrungen:

  • zwei induktive Sensoren in der Plattform zur Lasterkennung,
  • superflache Schaltleisten außerhalb des Hubtisches aufgrund der überstehenden Last,
  • entsperrbare Sperrventile zur Absicherung auch bei Leckagen,
  • ESD-Gummimatte auf dem Hubtisch und untereinander geerdete Baugruppen und
  • Zwischenstoppschalter vorm Auftreten einer Quetschgefahr.

Wenn Sie mehr über die Sicherheitsvorkehrungen erfahren möchten, empfehle ich Ihnen den Artikel über die Hubtische im Prototypenbau. Hier werden alle Sicherheitsmaßnahmen ausführlich beschrieben.

Schnelle Produktionsaufnahme

Heute möchte ich mich mehr darauf konzentrieren, wie die Unterbrechung Ihres Produktionsablauf möglichst kurz gehalten werden kann.
Wie eingangs bereits erwähnt, werden die Scherenhubtische zum Bau von Geldautomaten verwendet. Im Gegensatz zu fünf der anderen Scherenhebebühnen befindet sich dieser Hubtisch nicht im Bereich des Prototypenbaus, sondern wird in der Endmontage bzw. innerhalb der Produktionslinie eingesetzt.

Produktionsausfall = Verlust

Während eines Ortstermins wurden wir vom Fertigungsleiter des Kunden gefragt, wie ein möglichst störungsfreier Produktionsablauf während der Montage der Scherenhebebühnen realisiert werden könne. Es ist einleuchtend, dass eine Unterbrechung der Produktion und der damit einhergehende Produktionsausfall für den Kunden einen erheblichen Verlust sowie eine Verzögerung der Liefertermine mit sich bringt.


Bedienung über Handflaschen
Hubtische mit 2.000kg Nutzlast
Metallwanne zur schnellen Hubtischmontage
Versetzen mit Augenmuttern

Grubenherstellung in zwei Tagen

Aus diesem Grund wurde nach einer Möglichkeit gesucht, eine vollständige Inbetriebnahme innerhalb von nur zwei Feiertagen durchzuführen. Das Hauptproblem lag dabei im zwingend notwendigen Grubeneinbau: Üblicherweise werden Gruben aus Beton gefertigt. Da Beton aushärten muss, vergehen zwischen den ersten Arbeiten zur Herstellung der Grube bis zur vollen Belastbarkeit mindestens vier Wochen.

Da wir als Hubtischhersteller den Umgang mit Stahl gewohnt sind, überrascht es nicht, dass unser Lösungskonzept aus dem Metallbereich stammt: Wir fertigten eine zum Hubtisch passende Metallwanne mit abgestimmten Versteifungen an, die den "Ersatz" für die Betonwände der Grube darstellte. Um die Montage vor Ort zu beschleunigen, wurden die Scherenhubtische bereits bei uns im Werk in die Wannen eingebaut. Somit mussten die vorinstallierten Hebebühnen beim Kunden nur noch in die bauseitig vorbereiteten Betonausschnitte eingelassen werden. Wir bewerkstelligten die Komplettmontage in nur zwei Tagen. Erwähnenswert ist zudem, dass die Kosten für eine Betongrube nicht überschritten wurden.

Untergießen nicht zwingend erforderlich

In diesem konkreten Fall konnten die auftretenden Lasten nur durch zwei Flansche an den Schmalseiten abgetragen werden. Deshalb entschieden wir uns dazu, die Metallwannen zusätzlich mit nicht quellendem Vergussmörtel zu untergießen. Dies sorgt für eine Entlastung der Flansche und garantiert eine lange Haltbarkeit der Gesamtkonstruktion.
Bietet die Einbausituation genügend Platz um den Hubtisch herum, kann auf das Untergießen der Metallwanne komplett verzichtet werden. Durch einen umlaufenden Flansch werden alle auftretenden Lasten sicher in den Grund abgetragen.