Drehplattform für längere CNC-Laufzeiten

Für einen Lohnfertiger entwickelten wir eine mobile Drehplattform, die fertig bearbeitete Bauteile aufnimmt und über eine große Fläche verteilt. So entsteht mehr Aufnahmekapazität am Ende des Förderbands – eine wichtige Voraussetzung für längere Laufzeiten der CNC-Bearbeitungszentren ohne Bedienereingriff. Der Scherenhubwagen lässt sich flexibel an unterschiedlichen Maschinen einsetzen und wurde auf die Anforderungen vor Ort abgestimmt.

Die Herausforderung: Fertigteile automatisch aufnehmen

In der Lohnfertigung sollen CNC-Bearbeitungszentren möglichst lange ohne Bedienereingriff produzieren. Eine Herausforderung entsteht dabei am Ende des Bearbeitungsprozesses: Fertige Werkstücke verlassen die Maschine über ein Förderband und müssen zuverlässig aufgenommen und gesammelt werden.

Ohne manuelle Entnahme häufen sich die Bauteile am Übergabepunkt an. Dadurch kann ein Rückstau entstehen, der den Bearbeitungsprozess unterbricht. Hinzu kommt, dass frisch bearbeitete Werkstücke häufig Kühlschmierstoff mitführen, der kontrolliert aufgefangen und abgeführt werden muss.

Eine weitere Anforderung des Kunden: Die Lösung sollte mobil sein und sich an mehreren Bearbeitungszentren mit unterschiedlichen Ausgabehöhen einsetzen lassen.

Die Lösung: Scherenhubwagen mit Drehplattform

Für diese Aufgabe entwickelten wir einen mobilen Scherenhubtisch mit einer Drehplattform von zwei Metern Durchmesser. Die Plattform nimmt die Werkstücke direkt hinter dem Förderband auf und verteilt sie durch die kontinuierliche Drehbewegung gleichmäßig über die verfügbare Fläche. So können mehr Bauteile aufgenommen werden, bevor die Plattform entleert werden muss.

Die Drehgeschwindigkeit lässt sich stufenlos über ein Potentiometer an Bauteilgröße und Maschinentakt anpassen. Ein umlaufender Rand verhindert das Herunterrutschen der Werkstücke. Mitgeführter Kühlschmierstoff wird aufgefangen und über einen zentralen Ablauf kontrolliert abgeführt.

Flexibel an mehreren CNC-Maschinen einsetzbar

Da die Förderbänder der Bearbeitungszentren unterschiedliche Übergabehöhen haben, verfügt der Scherenhubwagen über einen Hubbereich von 100 mm. So lässt sich die Plattform an die jeweilige Maschine anpassen. Beim Heben und Senken macht ein akustisches Warnsignal Personen im Umfeld auf die Bewegung aufmerksam.

Vier Lenkrollen ermöglichen das Positionieren direkt an der Maschine. Für größere Transportwege kann der Wagen über integrierte Staplertaschen umgesetzt werden.

Das Ergebnis: Längere Laufzeiten, weniger Bedienereingriffe

Durch die größere Aufnahmekapazität können die CNC-Bearbeitungszentren länger ohne Eingriff an der Teileausgabe produzieren. Das Bedienpersonal muss nicht kontinuierlich für die Entnahme bereitstehen und kann sich anderen Aufgaben wie Rüsten oder Qualitätskontrolle widmen.

Die Lösung kommt ohne umfangreiche Umbauten an den bestehenden Maschinen aus. Der mobile Scherenhubwagen wird an der jeweiligen Maschine positioniert, auf die passende Übergabehöhe eingestellt und übernimmt das Sammeln und Verteilen der fertigen Werkstücke.

Als Sonderkonstruktion lässt sich das Prinzip auf vergleichbare Anwendungen übertragen und an Bauteilspektrum, Maschinenhöhe, Tragfähigkeit und Platzverhältnisse anpassen. 

 

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