Unterfluraufzug für ein Verwaltungsgebäude: Individuell an den Bestand angepasst

Aktenmaterial und Bürobedarf regelmäßig über eine Treppe ins Kellerlager zu tragen, war für eine öffentliche Verwaltung in Baden-Württemberg auf Dauer keine praktikable Lösung. Ein Aufzug sollte den Transport erleichtern – musste dafür aber in eine vorhandene Grube integriert werden und durfte die Fläche an der oberen Haltestelle nicht dauerhaft belegen.

Die Herausforderung: Ein Aufzug, der sich dem Bestand anpasst

Die Einbausituation stellte besondere Anforderungen an die Konstruktion. Am vorgesehenen Standort war bereits eine Grube vorhanden, die für den neuen Aufzug genutzt werden sollte. Zusätzliche bauliche Veränderungen sollten dabei möglichst vermieden werden.

Gleichzeitig musste die Fläche an der oberen Haltestelle vollständig nutzbar bleiben. Ein Aufzug mit dauerhaftem Aufbau kam deshalb nicht infrage.

Gesucht war also eine Lösung, die drei Anforderungen miteinander verbindet: den Transport von Aktenmaterial und Bürobedarf auf Europaletten, die Integration in die vorhandene Grube und einen bodenbündigen Abschluss an der oberen Haltestelle.

Die Lösung: Individuell angepasste Unterflurtechnik

Für diese Anforderungen entwickelten wir einen Unterfluraufzug mit einer rund 1,4 × 1,6 Meter großen Plattform und einer Tragfähigkeit von 1.000 kg.

Das Unterflurprinzip löst dabei die zentrale Anforderung an der oberen Haltestelle: Befindet sich der Aufzug unten, schließt der Baldachin bündig mit dem umgebenden Boden ab. Die Fläche darüber bleibt dadurch weiterhin nutzbar.

Auch die bestehende Grube wurde Teil der konstruktiven Lösung. Da sie tiefer war als für den Unterfluraufzug erforderlich, führten wir den Unterrahmen aufgeständert aus. So konnte die zusätzliche Grubentiefe konstruktiv ausgeglichen werden, ohne die vorhandene Grubengeometrie durch Umbauarbeiten verändern zu müssen.

Eine weitere Besonderheit ist eine am Baldachin angebrachte Blechschürze. Befindet sich der Unterfluraufzug an der unteren Haltestelle, schließt sie die Zugangsstelle ab. Beim Verfahren des Aufzugs bewegt sich die Blechschürze gemeinsam mit dem Baldachin.

Das Ergebnis: Einfacherer Materialtransport, Fläche bleibt erhalten

Der bisher notwendige Transport von Aktenmaterial und Bürobedarf über die Treppe entfällt. Stattdessen kann das Material nun per Aufzug zwischen Keller und Erdgeschoss befördert werden.

Gleichzeitig bleibt die Fläche an der oberen Haltestelle vollständig nutzbar: Befindet sich der Aufzug unten, bildet der Baldachin einen bodenbündigen Abschluss.

Die vorhandene Grube wurde nicht zum Hindernis, sondern zum Ausgangspunkt der Konstruktion. Statt das Bestandsgebäude an eine Standardanlage anzupassen, wurde der Unterfluraufzug passend zu den Gegebenheiten vor Ort ausgeführt.

Diesen Aufzug anfragen

Sie möchten diesen Aufzug für Ihr Projekt anfragen? In nur zwei Schritten übermitteln Sie uns die wichtigsten Angaben für ein unverbindliches Angebot. Anpassungen bei Tragfähigkeit, Abmessungen oder Ausstattung können Sie unter „Änderungswünsche“ ergänzen.