Unterfluraufzug
Diskret und platzsparend durch bodenbündigen Einbau
- Bodenbündig & nahezu unsichtbar
Im eingefahrenen Zustand dezent integriert - Platzsparende Aufzugslösung
Die Fläche oberhalb bleibt nutzbar - Individuell für Ihr Projekt ausgelegt
Abmessungen und Ausstattung nach Bedarf
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Garantie & Investitionsschutz
24 Monate Garantie innerhalb der EU – mit Wartungsvertrag auf bis zu 60 Monate erweiterbar.
Welche Ausführung passt zu Ihrem Projekt?
Wählen Sie eine vorkonfigurierte Variante oder fragen Sie Ihre individuelle Lösung an. Abweichende Nutzlasten, Abmessungen und Ausstattungen können Sie bei den Varianten 1–3 direkt im Feld „Änderungswünsche“ angeben.
| Nutzlast: | 1.500 | kg |
| Plattformlänge: | 3.000 | mm |
| Plattformbreite: | 1.500 | mm |
| Förderhöhe: | 3.000 | mm |
| Nutzlast: | 1.000 | kg |
| Plattformlänge: | 2.500 | mm |
| Plattformbreite: | 1.500 | mm |
| Förderhöhe: | 3.000 | mm |
| Nutzlast: | 1.500 | kg |
| Plattformlänge: | 2.000 | mm |
| Plattformbreite: | 1.400 | mm |
| Förderhöhe: | 3.000 | mm |
| Nutzlast: | nach Bedarf |
| Plattformlänge: | nach Bedarf |
| Plattformbreite: | nach Bedarf |
| Förderhöhe: | nach Bedarf |
Inhaltsverzeichnis
[ein-/ausklappen]
- 1. Was ist ein Unterfluraufzug?
- 2. Typische Anwendungsgebiete von Unterfluraufzügen
- 3. Was kostet ein Unterfluraufzug?
- 4. Welche Ausführungen sind bei Unterfluraufzügen möglich?
- 5. Welche Schutzeinrichtungen hat ein Unterfluraufzug?
- 6. Wie wird der Unterfluraufzug vor Witterungseinflüssen geschützt?
- 7. Wie viel Platz benötigt ein Unterfluraufzug?
- 8. Welche Arbeiten müssen bauseitig ausgeführt werden?
- 9. Ist ein nachträglicher Einbau eines Unterfluraufzuges möglich?
- 10. Welche Anforderungen an den Brandschutz sind zu beachten?
- 11. Wie lässt sich der Unterfluraufzug gegen unbefugte Nutzung schützen?
Was ist ein Unterfluraufzug?
Ein Unterfluraufzug ermöglicht den Transport von Waren und Materialien zwischen einem Untergeschoss und der darüberliegenden Ebene. Im eingefahrenen Zustand schließt der obere Abschluss des Aufzugs bündig mit der umgebenden Fläche ab.
Dadurch kommt ein Unterfluraufzug insbesondere dort zum Einsatz, wo oberhalb des Aufzugs kein dauerhafter Aufbau gewünscht ist oder die vorhandene Fläche weiterhin genutzt werden soll. Je nach Ausführung kann der obere Abschluss beispielsweise an die angrenzende Pflasterung oder Bodenfläche angepasst werden.
Unterfluraufzüge werden auch als Baldachinaufzüge bezeichnet. Der Begriff bezieht sich auf den oberen Abschluss, der gemeinsam mit der Plattform angehoben und abgesenkt wird.
Unsere Unterfluraufzüge sind für den Warentransport ohne Personenbeförderung ausgelegt. Personen dürfen die Plattform zum Be- und Entladen betreten, während der Fahrt jedoch nicht mitfahren.
Typische Anwendungsbereiche von Unterfluraufzügen
Unterfluraufzüge eignen sich beispielsweise für die Beförderung von Mülltonnen und Containern aus einem Untergeschoss auf Straßenniveau. Besonders in Innenstädten, Innenhöfen oder bei beengten Platzverhältnissen ist diese Lösung interessant, da die Fläche oberhalb des Aufzugs im eingefahrenen Zustand weiterhin genutzt werden kann.
Auch in Anliefer-, Küchen- und Lagerbereichen lassen sich auf diese Weise Paletten, Getränkekisten und andere Waren zwischen den Ebenen bewegen. Darüber hinaus können beispielsweise Fahrräder, Wäschewagen oder andere sperrige Güter befördert werden.
Eine besondere Einsatzmöglichkeit ist die versenkbare Garage, bei der Fahrzeuge unterhalb der Geländeoberfläche abgestellt werden können.
Was kostet ein Unterfluraufzug?
Die Kosten eines Unterfluraufzugs hängen von den Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Da unsere Anlagen individuell ausgelegt werden, lässt sich kein allgemeingültiger Preis nennen. Die konkrete Ausführung und die baulichen Gegebenheiten bestimmen maßgeblich den Preis.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis?
Zu den wichtigsten Einflussgrößen gehören:
- Nutzlast und Plattformgröße
- Förderhöhe
- Ausführung und Gestaltung des oberen Abschlusses
- Einbausituation und erforderliche Sicherheitseinrichtungen
- Individuelle Ausstattung und Sonderanforderungen
- Aufstellungsort und Montageaufwand
Preisbeispiel für einen Unterfluraufzug
Als Beispiel betrachten wir einen Unterfluraufzug mit einer Förderhöhe von 3.000 mm, einer Nutzlast von 2.000 kg und einer Plattformgröße von 2.400 × 1.300 mm.
Die beispielhafte Ausführung umfasst:
- begehbaren oberen Abschluss aus Tränenblech
- Haltestellenführung zur Reduzierung von Bewegungen bei der Lastübergabe
- elektromechanisch gesicherte Tür an der unteren Haltestelle
Für eine Anlage in dieser Ausführung kann grob mit Kosten von 38.000 bis 45.000 € gerechnet werden. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem vom Montageaufwand, der Entfernung zum Aufstellungsort und weiteren Anforderungen ab.
Hinzu kommen gegebenenfalls bauseitige Leistungen, beispielsweise für die Herstellung des Schachts und den erforderlichen Stromanschluss.
Laufende Betriebskosten
Neben den Anschaffungskosten entstehen Kosten für Energie, Wartung und Instandhaltung. Deren Höhe hängt unter anderem von der Ausführung und Nutzungsintensität des Unterfluraufzugs ab.
Am Beispiel eines hydraulischen Hubtisches zeigen wir in unserem Beitrag „Was kostet ein Hubtisch?“, welche laufenden Betriebskosten entstehen können.
Welche Ausführungen sind bei Unterfluraufzügen möglich?
Unsere Unterfluraufzüge werden individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Projekts abgestimmt – von Nutzlast und Plattformgröße bis zur Gestaltung des oberen Abschlusses und der Bedienung.
Nutzlast und Plattformgröße
Unsere Unterfluraufzüge werden entsprechend der jeweiligen Transportaufgabe ausgelegt. Je nach Ausführung sind Nutzlasten von 500 bis 10.000 kg sowie unterschiedliche Plattformabmessungen möglich – von kompakten Lösungen für einzelne Lasten bis hin zu Plattformlängen von mehr als 6 m.
Absicherung der unteren Haltestelle
Die erforderliche Absicherung der unteren Haltestelle richtet sich nach der jeweiligen Einbausituation. Möglich ist beispielsweise ein bauseitiger gemauerter oder betonierter Schacht mit gesichertem Zugang.
Bei Bedarf können auch die erforderliche Aufzugstür oder eine Einhausung der unteren Haltestelle von uns ausgeführt werden.
Gestaltung des oberen Abschlusses
Der obere Abschluss kann an die Anforderungen des jeweiligen Projekts angepasst werden. Entscheidend ist unter anderem, welche Belastungen er im eingefahrenen Zustand aufnehmen muss und wie er sich in die umgebende Fläche integrieren soll.
Je nach Ausführung sind beispielsweise begehbare oder überfahrbare Varianten möglich. Bei überfahrbaren Ausführungen werden die erforderlichen Rad- bzw. Achslasten bei der technischen Auslegung berücksichtigt.
Auch die Oberfläche lässt sich individuell gestalten. Neben einer Ausführung aus Tränenblech kann der obere Abschluss beispielsweise für die Aufnahme von Pflastersteinen, Rindenmulch oder Fliesen vorbereitet werden.
Oberflächen und Korrosionsschutz
Für die farbliche Gestaltung bieten wir eine Pulverbeschichtung in verschiedenen RAL-Classic-Farbtönen an. Bei Unterfluraufzügen im Außenbereich empfehlen wir eine Feuerverzinkung der Plattform, um einen dauerhaft hohen Korrosionsschutz zu gewährleisten.
Zugang und Bedienung
Je nach Einsatzbereich stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Freigabe und Bedienung des Unterfluraufzugs zur Verfügung. Die Nutzung kann beispielsweise über schlüsselgesicherte Bedienelemente oder RFID-Systeme auf berechtigte Personen beschränkt werden.
Die geeignete Lösung wird entsprechend der Einbausituation und den Anforderungen des jeweiligen Projekts ausgewählt.
Welche Schutzeinrichtungen hat ein Unterfluraufzug?
Die erforderlichen Schutzeinrichtungen werden auf die jeweilige Ausführung und Einbausituation abgestimmt. Zu den wesentlichen Sicherheitsmaßnahmen gehören:
Einhausung der unteren Haltestelle
Die untere Haltestelle muss gegen unbefugten Zutritt geschützt werden. Je nach Einbausituation kann dies beispielsweise durch einen Betonschacht oder eine Metalleinhausung mit Zugangstür erfolgen.
Eine elektromechanische Verriegelung ermöglicht das Verfahren des Unterfluraufzugs nur bei geschlossener und verriegelter Zugangstür. Die Tür kann nur geöffnet werden, wenn sich die Plattform an der unteren Haltestelle befindet.
Sicherheitsventile
Die Hydraulikzylinder sind mit entsperrbaren Rückschlagventilen und Senkbremsventilen ausgestattet. Ohne aktiven Senkbefehl verhindern die Rückschlagventile ein Absinken der Plattform – auch bei einem Defekt an der Hydraulikleitung.
Während eines regulären Senkvorgangs sind die Rückschlagventile entsperrt. Kommt es dabei zu einem Schlauchabriss, begrenzen die Senkbremsventile die Senkgeschwindigkeit und verhindern ein unkontrolliertes Absenken der Plattform.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Schutzeinrichtungen am Hubtisch: Hydraulikventile“.
Sicherheitsstopp vor dem vollständigen Absenken
Beim Absenken stoppt der Unterfluraufzug kurz vor der endgültigen Position des oberen Abschlusses. Dadurch kann der Bediener den Bereich zwischen dem oberen Abschluss und der umgebenden Fläche vor dem vollständigen Absenken kontrollieren.
Wartungsstützen
Für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten werden Wartungsstützen eingesetzt. Sollte die angehobene Plattform unbeabsichtigt absinken, wird sie von den Wartungsstützen mechanisch abgefangen.
Abschließbarer Hauptschalter
Ein abschließbarer Hauptschalter ermöglicht es, die Anlage für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten spannungsfrei zu schalten und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten zu sichern.
Wie wird der Unterfluraufzug vor Witterungseinflüssen geschützt?
Unterfluraufzüge werden häufig im Außenbereich eingesetzt und sind dort unter anderem Regen, Schnee und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Korrosionsschutz, Entwässerung und die Auslegung des Hydrauliksystems werden deshalb auf den jeweiligen Aufstellungsort abgestimmt.
Schutz vor Korrosion und Wasser
Bei Unterfluraufzügen im Außenbereich setzen wir auf eine Feuerverzinkung von Plattform, oberem Abschluss und Unterrahmen. Sie bietet einen dauerhaften Korrosionsschutz für Bauteile, die Feuchtigkeit und anderen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind.
Ein Wassereintritt in den Schacht durch Regen- oder Schmelzwasser lässt sich nicht vollständig ausschließen. Um den Wassereintritt so gering wie möglich zu halten, sollten die angrenzenden Flächen so gestaltet werden, dass das Oberflächenwasser nicht in Richtung des Unterfluraufzugs fließt. Zusätzlich empfehlen wir eine umlaufende Regenrinne bzw. einen Grubenkantenschutz mit integrierter Regenrinne. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel „Abdichtung eines Unterfluraufzugs“.
Wasser, das dennoch in die Schachtgrube gelangt, muss über eine geeignete Entwässerung abgeführt werden. Welche Lösung hierfür geeignet und zulässig ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den jeweiligen Vorschriften ab. Zum Einsatz kommen beispielsweise Abläufe, Pumpensümpfe oder Kombinationen verschiedener Entwässerungsmaßnahmen.
Schutz bei niedrigen Temperaturen
Eine umlaufende Gummidichtung kann den Wassereintritt am oberen Abschluss zwar reduzieren, ist bei niedrigen Temperaturen jedoch nicht die beste Lösung. Bei Frost kann eine feuchte Dichtung am Untergrund festfrieren und beim anschließenden Anheben beschädigt werden. Um dies zu vermeiden, müsste die Dichtung regelmäßig gefettet werden. Aus diesem Grund bevorzugen wir bei Unterfluraufzügen im Außenbereich Lösungen, bei denen der Wassereintritt bereits durch die Gestaltung der angrenzenden Flächen möglichst gering gehalten wird.
Auch das Hydrauliksystem muss auf niedrige Temperaturen abgestimmt werden. Mit sinkender Temperatur steigt die Viskosität des Hydrauliköls, wodurch sich das Betriebsverhalten der Anlage verändern kann. Wenn möglich, sollte das Hydraulikaggregat deshalb in einem geschützten Bereich innerhalb des Gebäudes aufgestellt werden. Für niedrige Umgebungstemperaturen stehen außerdem geeignete Hydrauliköle zur Verfügung. Bei besonders niedrigen Temperaturen kann zusätzlich eine Tankheizung vorgesehen werden.
Wie viel Platz benötigt ein Unterfluraufzug?
Der Platzbedarf eines Unterfluraufzugs hängt von der jeweiligen Ausführung ab. Bei der Planung müssen daher verschiedene konstruktive und bauliche Faktoren berücksichtigt werden.
Die Plattformgröße wird passend zur Transportaufgabe und den konstruktiven Anforderungen ausgelegt. Für die erforderliche Grubenbreite ist zusätzlich zur Plattformbreite der Platzbedarf für die seitlichen Stützen zu berücksichtigen. Als grober Richtwert können hierfür etwa 200 mm angesetzt werden. Zusätzlich ist umlaufend um die Plattform ein Luftspalt von typischerweise etwa 15 bis 25 mm erforderlich.
Die erforderliche Grubentiefe wird unter anderem durch den Nutzhub und die Bauhöhe des Scherenhubtisches beeinflusst.
Je nach Ausführung kann zusätzlich Platz für eine Einhausung der unteren Haltestelle erforderlich sein.
Für Schaltschrank und Hydraulikaggregat ist in der Regel zusätzlich ein geeigneter Aufstellort außerhalb des Schachts vorzusehen.
Welche Arbeiten müssen bauseitig ausgeführt werden?
Bestimmte Arbeiten im Zusammenhang mit dem Gebäude und der Infrastruktur müssen bauseitig ausgeführt werden. Die erforderlichen Vorgaben und Abmessungen stellen wir im Rahmen der Projektplanung zur Verfügung. Zu den typischen bauseitigen Arbeiten und Schnittstellen gehören:
- Herstellung der erforderlichen Grube nach den von uns vorgegebenen Abmessungen
- Der Schacht kann von uns ausgeführt oder bauseitig nach unseren Vorgaben hergestellt werden. Erforderliche Leerrohre und Deckendurchbrüche sind entsprechend der Planung bauseitig vorzusehen.
- Bereitstellung eines geeigneten elektrischen Übergabepunktes (z. B. eine CEE-Steckdose oder ein abschließbarer Hauptschalter) als Schnittstelle zwischen Gebäude- und Anlagenelektrik
Abhängig vom Aufstellungsort und der jeweiligen Einbausituation können weitere bauseitige Leistungen erforderlich sein, beispielsweise Genehmigungen, Straßensperrungen oder besondere Anforderungen an den Brand- und Umweltschutz.
Ist ein nachträglicher Einbau eines Unterfluraufzugs möglich?
Ein Unterfluraufzug kann in der Regel auch nachträglich in ein bestehendes Gebäude integriert werden. Ob und wie dies möglich ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten vor Ort ab. Entscheidend sind insbesondere der verfügbare Platz und die Möglichkeit, die erforderliche Grube bzw. den Schacht einschließlich eines gegebenenfalls erforderlichen Deckendurchbruchs herzustellen.
Für den nachträglichen Einbau kann sich auch ein vorgelagerter Schacht anbieten. Dabei wird vor dem bestehenden Gebäude ein neuer Schacht hergestellt, in den der Unterfluraufzug integriert wird. Dadurch bleibt die nutzbare Fläche innerhalb des Gebäudes weitgehend erhalten. Zudem kann diese Lösung die Montage erleichtern.
Die konkrete Ausführung sollte frühzeitig mit den beteiligten Architekten bzw. Fachplanern abgestimmt werden. Gerne klären wir gemeinsam mit diesen die technischen Anforderungen und möglichen Ausführungsvarianten des Unterfluraufzugs.
Welche Anforderungen an den Brandschutz sind zu beachten?
Bei Unterfluraufzügen, die ein Untergeschoss mit dem Außenbereich verbinden, spielt der Brandschutz häufig eine geringere Rolle als bei Aufzügen, die verschiedene Bereiche innerhalb eines Gebäudes miteinander verbinden. Ob und welche Brandschutzmaßnahmen erforderlich sind, muss jedoch für das jeweilige Projekt geprüft werden.
Besondere Anforderungen können entstehen, wenn der Unterfluraufzug unterschiedliche Brandabschnitte miteinander verbindet. Die erforderliche brandschutztechnische Trennung lässt sich dabei nicht ohne Weiteres durch die Aufzugstür oder den oberen Abschluss des Unterfluraufzugs herstellen.
Eine mögliche Lösung ist ein vorgelagerter Bereich mit Brandschutztür an der unteren Haltestelle. Dabei werden Aufzugsschacht und vorgelagerter Bereich entsprechend der brandschutztechnischen Planung angeordnet und gegenüber angrenzenden Bereichen baulich getrennt. Der vorgelagerte Bereich kann je nach Ausführung gleichzeitig als Aufstellort für Hydraulikaggregat und Steuerung genutzt werden.
Die konkrete Lösung muss frühzeitig mit den zuständigen Fachplanern bzw. Brandschutzplanern abgestimmt werden. Gerne stellen wir hierfür die erforderlichen technischen Informationen zum Unterfluraufzug zur Verfügung und stimmen die Schnittstellen mit den beteiligten Planern ab.
Wie lässt sich der Unterfluraufzug gegen unbefugte Nutzung schützen?
Ein Unterfluraufzug kann einen zusätzlichen Zugang zum Gebäude darstellen. Deshalb sollte die Bedienung so ausgeführt werden, dass die Nutzung auf berechtigte Personen beschränkt ist.
Für öffentlich zugängliche Bereiche bieten wir beispielsweise Bedienelemente mit eingelassenem Profilzylinder an. Die Bedieneinheit ist dabei so ausgeführt, dass sie nicht ohne den zugehörigen Schlüssel geöffnet werden kann.
Für einen zusätzlichen Schutz kann eine RFID-Zugangskontrolle eingesetzt werden. Die Bedienung des Unterfluraufzugs wird dabei erst nach erfolgreicher Prüfung eines berechtigten RFID-Chips freigegeben.
Welche Ausführung geeignet ist, wird anhand des Aufstellungsorts und der gewünschten Zugangskontrolle festgelegt.
Häufige Fragen & unsere Antworten
Einsatz & Möglichkeiten
Welche Nutzlasten sind bei einem Unterfluraufzug möglich?
Die mögliche Nutzlast hängt von der jeweiligen Ausführung und den Projektanforderungen ab.
Typische Nutzlasten liegen zwischen 500 und 3.000 kg. Projektabhängig können auch Unterfluraufzüge mit Nutzlasten von bis zu 10.000 kg realisiert werden.
Kann der obere Abschluss des Unterfluraufzugs überfahren werden?
Ja, der obere Abschluss kann entsprechend der vorgesehenen Belastung ausgelegt werden. Möglich sind beispielsweise begehbare oder überfahrbare Ausführungen. Bei überfahrbaren Varianten werden die erforderlichen Rad- bzw. Achslasten bei der technischen Auslegung berücksichtigt.
Ist eine Personenmitfahrt möglich?
Nein. Unsere Unterfluraufzüge sind für den Warentransport ohne Personenbeförderung ausgelegt. Personen dürfen die Plattform zum Be- und Entladen betreten, während der Fahrt jedoch nicht mitfahren.
Technik & Bedienung
Wie schnell fährt ein Unterfluraufzug?
Um außerhalb des Anwendungsbereichs der Aufzugsrichtlinie zu bleiben, darf eine Fahrgeschwindigkeit von 150 mm/s nicht überschritten werden. Aus unserer Erfahrung empfehlen wir jedoch, die Fahrgeschwindigkeit auf maximal 80 mm/s auszulegen. In diesem Geschwindigkeitsbereich wird ein gleichmäßiges und schonendes Abrollen der Lagerstellen begünstigt, wodurch Verschleiß reduziert und eine lange Lebensdauer der Komponenten unterstützt wird.
Ist ein Automatikbetrieb bei Unterfluraufzügen möglich?
Ein Automatikbetrieb ist bei Unterfluraufzügen aufgrund der fehlenden Einhausung an der oberen Haltestelle nicht zulässig. Während der Fahrbewegung entstehen dort Absturz- und Quetschgefahren, weshalb der Gefahrenbereich kontinuierlich überwacht werden muss.
Die Bedienung erfolgt daher von der oberen Haltestelle aus, mit direkter Sicht auf den Gefahrenbereich und im Totmannbetrieb durch eine entsprechend eingewiesene Person.
Auch ein Kamerasystem kann die direkte Überwachung nicht ersetzen. Zwar lässt sich damit erkennen, ob sich eine Person dem Gefahrenbereich nähert, ein ausreichendes Eingreifen bzw. Fernhalten aus dem Gefahrenbereich ist dadurch jedoch nicht sichergestellt.
Ist ein separater Maschinenraum erforderlich?
Nein. Ein separater Maschinenraum ist für unsere Unterfluraufzüge nicht zwingend erforderlich. Für Hydraulikaggregat und Steuerung muss jedoch ein geeigneter Aufstellort vorgesehen werden. Wenn möglich, empfehlen wir eine geschützte Position außerhalb des Schachts. Dies gilt insbesondere für öffentlich zugängliche Bereiche, um die Komponenten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Planung & Beschaffung
Bietet Janzen Lifttechnik Ausschreibungsunterlagen an?
Ja. In unserem Downloadbereich für Ausschreibungsunterlagen finden Sie entsprechende Vorlagen für Unterfluraufzüge.
Kann ich ein CAD-Modell des Unterfluraufzugs erhalten?
Ja. Nach Abschluss der Werkplanung bzw. Konstruktionsphase können wir Ihnen ein CAD-Modell zur Verfügung stellen. Für 3D-Daten verwenden wir standardmäßig STEP, für 2D-Daten DXF. Weitere Formate sind nach Absprache möglich.
Kann ein Unterfluraufzug gemietet werden?
Nein. Unsere Unterfluraufzüge werden individuell auf das jeweilige Projekt ausgelegt und sind daher nicht als Mietanlagen verfügbar.
Sind gebrauchte Unterfluraufzüge erhältlich?
Wir bieten derzeit keine gebrauchten Unterfluraufzüge an. Da Plattformabmessungen, Nutzhub, Nutzlast und Sicherheitseinrichtungen projektspezifisch ausgelegt werden, lassen sich bestehende Anlagen nur selten unverändert an einem anderen Standort einsetzen.
Wartung, Service & Ersatzteile
Wie wird ein Unterfluraufzug gewartet?
Die erforderlichen Wartungsarbeiten und Wartungsintervalle sind in der Anlagendokumentation beschrieben. Die Wartung kann durch entsprechend qualifiziertes eigenes Fachpersonal, eine geeignete Fachfirma oder durch unseren Service durchgeführt werden.
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot für die regelmäßige Wartung Ihres Unterfluraufzugs.
Ist eine Fernwartung des Unterfluraufzugs möglich?
Unsere Unterfluraufzüge können für einen Fernzugriff auf die Anlagensteuerung vorbereitet werden. Nach entsprechender Freigabe können Anlagenzustände und Sensorsignale ausgelesen und mögliche Störungsursachen eingegrenzt werden.
Wie ist die Ersatzteilversorgung sichergestellt?
Bei unseren Unterfluraufzügen setzen wir möglichst auf marktübliche Industriekomponenten, beispielsweise bei Sensorik und Steuerung. Dadurch können viele Ersatzteile langfristig und unabhängig von herstellerspezifischen Sonderkomponenten beschafft werden.
Selbstverständlich können benötigte Ersatzteile auch direkt über uns bezogen werden.
Wie lange gilt die Garantie für meinen Unterfluraufzug?
Standardmäßig gewähren wir auf unsere Unterfluraufzüge eine Garantie von 24 Monaten bei Verwendung innerhalb der EU. In Verbindung mit einem entsprechenden Wartungsvertrag kann diese auf bis zu 60 Monate verlängert werden.
| Nutzlast: | 1.250 | kg |
| Länge: | 2.190 | mm |
| Breite: | 1.770 | mm |
| Nutzhub: | 2.270 | mm |
| Nutzlast: | 750 | kg |
| Länge: | 1.670 | mm |
| Breite: | 1.670 | mm |
| Nutzhub: | 3.650 | mm |
| Nutzlast: | 1.000 | kg |
| Länge: | 2.770 | mm |
| Breite: | 1.175 | mm |
| Nutzhub: | 3.000 | mm |
| Nutzlast: | 1.300 | kg |
| Länge: | 2.500 | mm |
| Breite: | 1.500 | mm |
| Nutzhub: | 3.000 | mm |
| Nutzlast: | 500 | kg |
| Länge: | 1.850 | mm |
| Breite: | 700 | mm |
| Nutzhub: | 2.150 | mm |
| Nutzlast: | 1.500 | kg |
| Länge: | 3.070 | mm |
| Breite: | 1.620 | mm |
| Nutzhub: | 3.420 | mm |
| Nutzlast: | 4.000 | kg |
| Länge: | 3.600 | mm |
| Breite: | 2.250 | mm |
| Nutzhub: | 4.000 | mm |
| Nutzlast: | 1.250 | kg |
| Länge: | 2.190 | mm |
| Breite: | 1.770 | mm |
| Nutzhub: | 2.270 | mm |
| Nutzlast: | 800 | kg |
| Länge: | 1.770 | mm |
| Breite: | 1.625 | mm |
| Nutzhub: | 2.340 | mm |
Aufzugsbedienung mit RFID-Zugangskontrolle
Gerade, wenn Ihr Scherenhubtisch oder Güteraufzug in Bereichen eingesetzt wird, in denen auch Unbefugte Zugriff auf die Bedienung haben können, spielt die Zugangskontrolle eine wichtige Rolle. Neben den klassischen Bedienungen mit Profilzylindern bieten wir auch eine Lösung mit einem RFID-Chip an. Der Clou dabei: Die Auswertung des Chips geschieht sicher im Gebäudeinneren (im Schaltschrank der Aufzugsanlage) und der Signalaustausch zur Bedienung erfolgt codiert. Somit würde selbst der Versuch durch Beschädigung der Bedienung Leitungen zu überbrücken scheitern.
Fachwissen rund um Unterfluraufzüge
1. Planung & Einbau
- Welche Anforderungen muss ein Aufzugsschacht erfüllen?
- Wohin mit dem Hydraulikaggregat?
- Ist ein ölfester Grubenanstrich notwendig?
2. Außenbereich & Witterung
- Abdichtung eines Unterfluraufzugs
- Hubtische für den Außenbereich
- Hubtischeinsatz bei extremen Temperaturen
3. Sicherheit & Prüfungen
- Schutzeinrichtungen am Hubtisch: Hydraulikventile
- Wann kann auf eine Einhausung bei Aufzügen verzichtet werden?
- Muss jeder Aufzug vom TÜV geprüft werden?
