Wie ein Scherenhubtisch entsteht...

Welche Arbeiten sind eigentlich zu erledigen, wenn ein Hubtisch gefertigt werden soll? Wie arbeiten die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter zusammen? Diese Fragen möchten wir heute gerne beantworten und so einen Einblick in unsere Produktion geben.

Der Start jeder Entwicklung: Der Wunsch des Kunden

Wir haben uns dem Bau von individuellen Hubtischen und Güteraufzügen verschieben. Die Produktion beginnt daher immer mit einem spezifischen Kundenbedarf, so dass auch individuelle Plattformabmessungen und Sonderwünsche berücksichtigt werden können.
Vor der eigentlichen Produktion steht daher immer das Gespräch mit dem potenziellen Kunden. Hier versuchen wir die individuellen Wünsche und Anforderungen des Kunden im Einklang mit unseren Fertigungsmöglichkeiten und der technischen Machbarkeit zu bringen.

Die Konstruktion: Dem Hubtisch ein Gesicht geben

Um Missverständnisse auszuschließen, erstellt unsere Konstruktionsabteilung vor dem eigentlichen Produktionsbeginn eine Freigabezeichnung. Dies gibt dem Kunden die Möglichkeit die spätere Umsetzung nicht nur in Textform, sondern auch als 3D-Modell oder in der späteren Einbausituation zu erfassen. Missverständnisse können somit frühzeitig beseitigt und Änderungswünsche eingepflegt werden. Somit stellen wir sicher, dass nicht am Kunden vorbeientwickelt wird.
Sobald uns das Okay des Kunden vorliegt, können wir mit dem eigentlichen Produktionsprozess beginnen. Am Anfang steht hier wieder unser Konstrukteur, welcher aus dem 3D-Modell alle benötigten Fertigungsunterlagen erstellen. Die Arbeit beginnt hier mit den klassischen Fertigungszeichnungen und geht über zu Packlisten, Zuschnittslisten & Co.

Die Zerspanung: Etwas zum Anpacken

Wie heißt es so schön: Papier ist geduldig, aber irgendwann muss was Reales her. Die Zerspanung stellt die Grundlage aller Hubtische und Güteraufzüge her. Hier werden alle benötigten Bauteile abgelängt und bearbeitet. Für diese Arbeiten stehen verschiedenste Maschinen zur Verfügung, von der Automatiksäge bis hin zur CNC-Fräse.
Unsere Zerspanungsmechaniker arbeiten eng mit der Konstruktionsabteilung, sowie dem nachgelagerten Stahlbau zusammen. Entscheidend in dieser Abteilung ist das genaue Arbeiten. Die Genauigkeit der Einzelteile ist ein entscheidender Faktor für die Qualität des Scherenhubtisches am Ende.

Der Stahlbau: Das große Ganze

Im Stahlbau entstehen aus den einzelnen Bauteilen des Scherenhubtisches die verschiedenen Baugruppen, d.h. aus den einzelnen Fräs-, Dreh- und Sägeteilen wird hier anhand von technischen Zeichnungen zum Beispiel die Plattform des Hubtisches oder ein entsprechendes Fahrwerk.

Als Stahlschlosser spielt insbesondere das Verständnis für technische Zeichnungen und das handwerkliche Geschick eine entscheidende Rolle. Zwar verfügt jeder unserer Arbeitsplätze über einen Zugang zu den einzelnen 3D-Modellen der Hubtische und Baugruppen, das alleine reicht allerdings nicht aus, um später einen gut laufenden, sauber ausgerichteten Scherenhubtisch zu erhalten.
Als Konstruktionsmechaniker oder Stahlbauschlosser arbeitest du eng mit der Zerspanung und der Konstruktionsabteilung zusammen, durch den engen Kontakt und der Abstimmung untereinander ergeben sich Verbesserungen für zukünftige Produkte.

Die Schweißabteilung: Zusammenhalt

Erst durch die Arbeit der Schweißabteilung wird der Hubtisch in die Lage versetzt tonnenschwere Lasten zu bewegen. Als Schweißer ist insbesondere das handwerkliche Geschick, eine ruhige Hand und der Umgang mit Schutzgasschweißgeräten wichtig. Nur eine gute Wurzelnaht und eine saubere Verbindung der verschiedenen Bauteile garantiert die Tragfähigkeit und Langlebigkeit unsere Produkte.
Als Schweißer arbeitest du eng mit unseren Metallbauschlossern zusammen und stimmst beispielsweise die Platzierung der Heftpunkte ab. Selbstverständlich steht aber auch der Konstrukteur immer zur Verfügung, wenn Details zu Schweißnähten abgeklärt werden müssen.

Die Oberflächenbeschichtung: Raus aus dem tristen Grau

Die Oberflächenbeschichtung erfüllt zwei Kernfunktion: Die Farbgebung und noch wichtiger den Korrosionsschutz. Um die Haltbarkeit unserer Hubtische sicherzustellen, gehen wir dabei zwei Wege: die klassische Nasslackierung oder den Weg des Feuerverzinkens.
Welches der Verfahren verwendet wird, ist dabei von dem späteren Einsatzfall und dem Aufstellungsort abhängig. So setzten wir beispielsweise bei Verladehubtischen im Außenbereich immer auf eine feuerverzinkte Plattform und einem feuerverzinkten Unterrahmen.

Die Endmontage: Bringt zusammen, was zusammen gehört

In dieser Abteilung wird Vielfalt großgeschrieben. Man findet hier sowohl mechanische, elektrische wie auch hydraulische Tätigkeitsfelder. Vom Bau der kompletten Steuerung des Hubtische, über die Vorbereitung des Hydraulikaggregats bis hin zum eigentlichen Zusammenbau des Scherenhubtisches ist genügend Abwechslung geboten.
Neben einem breiten technischen Wissen und dem notwendigen handwerklichen Geschick zählt das gewissenhafte Arbeiten als Mitarbeiter hier zu den Kernkompetenzen. So muss jedes Lager akkurat eingebaut, eingestellt und geschmiert werden, jede Schraube muss verlässlich angezogen und gesichert und jede Komponente fachgerecht montiert werden, um einen langlebigen, zuverlässigen und sicheren Hubtisch zu erhalten.

Die Endkontrolle: Garant der Qualität

Wir haben uns einer hundertprozentigen Abschlussprüfung verschreiben. Jeder einzelne Tisch wird nach einem individuellen Prüfplan vor der Auslieferung getestet und untersucht.
Vom Lasttest, über die Prüfung der Oberflächenbeschichtung bis hin zum Test aller Sicherheitseinrichtungen. Hier wird sichergestellt, dass der Hubtisch unseren und den Ansprüchen des Kunden genügen.

Der Versand: Die Verbindung von A nach B

Nach der Fertigstellung des Hubtisches, muss dieser natürlich auch zum Kunden gelangen. Und dies klingt oftmals leichter als es ist. Da vielfältige Fragestellungen beim und vor dem Versand geklärt werden müssen, ist ein gutes Organisationstalent erforderlich.
So gilt es mit den Transportabmessungen aus der Produktion und den Versanddaten aus dem Vertrieb den richtigen Transport zu organisieren und beispielsweise folgende Fragen im Blick zu haben:

  • Kann ein 40-Tonner bis zum Zielort gelangen?
  • Steht beim Kunden ein Stapler zur Verfügung oder muss ein LKW mit Hebebühne oder ein Mitnahmestapler organisiert werden?
  • Ist eine Fixterminlieferung erforderlich?
  • An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit kann die Ware beim Kunden im Empfang genommen werden?

Das wars?

Zugegeben, der Herstellungsprozess ist hier nur oberflächlich beschrieben, aber eine noch ausführlichere Beschreibung würde den Rahmen wohl vollkommen sprengen. Auch möchten wir an dieser Stelle natürlich nicht alle unterstützenden Prozesse unterschlagen, ohne die die Herstellung und Lieferung von Hubtischen unmöglich wäre. So erfüllt jedes Glied in der Kette seine Aufgabe, um am Ende gemeinsam unsere Hubtische zum Kunden zu bringen. Von der Telefonannahme in der Zentrale bis hin zum Aufbau vor Ort.

Spricht dich eine dieser Arbeiten an? Dann schaue doch mal bei unseren Stellenanzeigen nach, wir freuen uns über deine Kontaktaufnahme.